fertilize-62416_640(1)Ein kultivierter Garten, egal ob ein Kleingarten oder eine große Gartenfläche, benötigt mehr Nahrungsmittel für die Pflanzen, als die Natur hergibt. Denn der Gärtner entnimmt dem Garten und damit der Natur durch seine Nutzung, durch die Ernte, wertvolle Nährstoffe. Eine Blume, die geschnitten wird und zuhause nach dem Verwelken entsorgt, kann nicht mehr im Garten recycelt werden.

Ganz egal ob Radieschen, Erdbeeren, Birnen oder Pflaumen, sie alle entstehen aus den Nährstoffen der Erde. Und wenn sie aufgegessen sind, sind die Nährstoffe weg. So entsteht nach und nach, über Jahre, ein Mangel an bestimmten Pflanzennahrungsmitteln, selbst bei bester humoser Erde. In der Landwirtschaft ist das übrigens genauso. Als es noch keinen Dünger gab oder die Menschen noch nicht wussten, dass man natürlichen Dünger ausbringen kann, wurde die Dreifelderwirtschaft praktiziert.

Dreifelderwirtschaft im Garten

Die Menschheit hat jahrhundertelang beim Ackerbau den Boden mit einer Pflanze bestellt, im nächsten Jahr mit einer anderen. Und im 3. Jahr lag der Boden brach. In dieser Zeit konnte sich die Erde erholen, Mikroorganismen und Regenwürmer ihre gedeihliche Arbeit tun. Auf diese Weise wurde vermieden, dass Nährstoffmangel herrscht. Der naturnah gärtnernde Mensch macht das mit den Beeten im Garten genauso.

In einem Jahr werden Blumen gepflanzt, im folgenden Zwiebeln gelegt und im 3. wird einfach nur Gründüngung gesät. Diese Art des Düngens im Garten erfordert keine zusätzliche Einbringung mineralischer Düngemittel. Als Gründüngung können schnell wachsende, nährstoffreiche Pflanzen, etwa Lupine, gesät werden. Sie werden anschließend untergegraben und setzen so die gesammelten Nährstoffe frei.

Spezieller Dünger für besondere Pflanzen

Gerade im Garten funktioniert diese Dreifelderwirtschaft jedoch nicht überall. Denn hier stehen, im Gegensatz zur Landwirtschaft, viele Pflanzen mit unterschiedlichen Bedürfnissen auf engem Raum beieinander. So benötigt Rasen andere Mineralstoffe als Rhododendren, Obstbäume andere als Zierpflanzen. Deshalb kommt der Gärtner nicht umhin, Spezialdünger für besondere Pflanzen anzuwenden.

Die Industrie hat sich darauf eingestellt und bietet in Baumärkten und Gartencentern einschlägige Produkte an. So gibt es Dünger für blühende Pflanzen, für Rhododendren, für Nadelgehölze, für Beeren. Zusätzlich zu diesen Spezialdüngern, so weiß der erfahrene Gärtner, sollte eine Grunddüngung, meist mit Blaukorn erfolgen. Kalidünger ist auch meist vonnöten.