metal-94019_640Für viele Menschen ist der elektrische Türöffner an der Haustür oder Gartenpforte ein technisches Wunder. Sie drücken auf einen Knopf, es summt und die Tür geht auf. Die Menschen machen sich über die Funktionen dieser Geräte keine Gedanken und drücken auch gedankenlos auf diesen Knopf. Und schon ist der Sinn und Zweck dieser technischen Konzeption ad absurdum geführt.

Denn der elektrische Türöffner hat eine ganz bestimmte, genau festgelegte Aufgabe zu erfüllen: Es soll nur jemand diese Tür öffnen können, der dazu berechtigt ist. Jemand, der keinen Schlüssel hat, aber in das Haus beziehungsweise das Grundstück gelangen darf. Vielerorts hat sich eingebürgert, ohne Nachfrage auf den Knopf zu drücken und die Tür zu öffnen. Bei einem Einfamilienhaus mag das nicht so problematisch sein, da der Besitzer des Grundstücks meist denjenigen sehen kann, der Einlass begehrt.

In einem Mietshaus dagegen ist das nicht möglich. Hier genügt es oft, die Zauberworte „Post“, „Paket“ oder „Handwerker“ in die Sprechanlage zu flöten und schon öffnet sich der Einlass. Niemand kontrolliert, was der möglicherweise ungebetene Gast im Hause tut.

Videoanlage

Teure und aufwändigere Anlagen wie wie zum Beispiel eine Sprechanlage mit Videokamera können dies möglicherweise verhindern. Wenn, ja wenn sie denn benutzt werden, bevor der Einlassknopf betätigt wird. Bei so einer Anlage kann sich der angeklingelte Mieter anschauen, ob die Person, die da Einlass begehrt, wirklich eine Postuniform anhat. Oder aussieht wie ein Klempner mit Werkzeug. In hochwertigen Neubauten ist so einer Anlage angebaut.

Nachgerüstet wird sie selten. Selbst dann, wenn Mieter eines Mietshauses sich bereit erklären, die Kosten einer solchen Anlage zu tragen. Obwohl sie einen deutlichen Sicherheitskomfort bietet. Dabei müsste auch der Vermieter daran Interesse haben, denn so eine Videoanlage vermindert auch das Risiko des Vandalismus im Haus.

Man kennt sich nicht

Wenn viele Menschen in einem Haus leben, sind sie so anonym, dass sie sich höchstens von der Begegnung im Fahrstuhl kennen. Irgendwann weiß niemand mehr, ob die betreffende Person zum Haus gehört oder nicht. Demzufolge auch nicht, ob es ein Ganove sein könnte, der Einbrüche plant oder Vandalismus Schäden verursacht. Deshalb ist es stets empfehlenswert, eine gute Nachbarschaft zu suchen.